GERD Center Ratgeber: Brennen, Husten, Heiserkeit

HALO® Ablation von Barrett Ösophagus:

In Kurznarkose und Rücken- oder Linksseitenlage wird die Länge der veränderten Schleimhaut (Barrett) bestimmt. Zuerst wird ein Messballon in die Speiseröhre eingeführt und der Durchmesser der Speiseröhre erhoben, wodurch sich die Grösse des Behandlungsballons ergibt. Dieser wird dann unter endoskopischer Sicht in die Speiseröhre eingebracht und in Höhe der veränderten Schleimhaut positioniert (Abbildung 4). Dann wird der Ballon aufgeblasen, sodass die auf seiner Oberfläche liegenden Elektroden der Speiseröhre anliegen. Nun wird die Schleimhaut durch eine kurzen Mikrowellenenergiestoss verbrannt und der Vorgang so oft wiederholt, bis die gesamte Länge der Barrett Schleimhaut verbrannt ist. Nun wird unter endoskopischer Sicht das verbrannte Gewebe abgeschoben und die ganze Behandlung des Barrett Ösophagus noch einmal wiederholt. Kleine Segmente von Barrett Schleimhaut werden mit einer löffelartigen Elektrode, die auf das Spiegelungsgerät aufgesteckt wird entfernt (Abbildung 4). Auch hier wird das verbrannte Gewebe nach der Ersten Behandlung abgeschoben und dann eine 2. Behandlung angeschlossen.



Abbildung 4: Bei der HALO® Ablation (in Kurznarkose) wird ein Ballon in die Speiseröhre eingeführt, aufgeblasen und die Radiofrequenzenergie an die Barrett-Schleimhaut abgegeben, dadurch wird diese verbrannt. Bei kleinen Barrett Veränderungen wird ein auf das Spiegelungsgerät aufgesteckter Löffel verwendet. Die Behandlungen erfolgen immer unter Sicht mit dem Spiegelungsgerät (Endoskop). Die Wahl der Elektroden (Ballon oder Löffel) richtet sich nach der lokalen Situation und wird während der Behandlung entschieden.

Beschwerden nach HALO® Ablation?

Vorübergehend kann es zu Sodbrennen und Schluckstörungen für 1-2 Tage kommen, dagegen erhalten Sie aber Medikamente. Es kann auch zu Fieber und Schüttelfrost durch das abgestorbene Gewebe kommen.

Vorteile der HALO® Ablation?

Die Speiseröhre und ihre Funktion (Schlucken) bleibt erhalten, normales Gewebe entsteht.

Therapie nach HALO® Ablation?

Nach der Ablation muss die Säure-Produktion des Magens maximal gehemmt werden (z.B. 2 x 40 mg Nexium p.o.). Ist 4-6 Wochen nach Ablation ein Barrett Gewebe nicht mehr nachweisbar, empfehlen wir eine Fundoplikatio zur Beseitigung jeglichen Refluxes. Sonst muss eine lebenslange hochdosierte Therapie mit Säureblockern durchgeführt werden.

Was, wenn die HALO® Behandlung nicht erfolgreich ist?

Die HALO Behandlung kann 3-4 x wiederholt werden. Danach ist in fast allen Fällen der Barrett Ösophagus eliminiert und es kann eine Fundoplikatio angeschlossen werden.

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