Diagnostik bei Refluxkrankheit
Wir empfehlen die Vorsorge - Endoskopie der Speiseröhre. Damit sind Sie auf der sicheren Seite.
Endoskopie - Die Refluxkrankheit macht typische Schleimhautschädigungen. Diese wird in Gewebeproben, die im Rahmen einer Spiegelung der Speiseröhre gewonnen werden, nachgewiesen. Da diese Veränderungen nur durch Reflux verursacht werden, sind sie beweisend für Reflux.
Wie wird Reflux nachgewiesen?
Reflux wird in Gewebeproben aus der Speiseröhre nachgewiesen (sog. Kardia Schleimhaut oder Barrett Schleimhaut sind beweisend für Reflux). Die Entnahme der Gewebeproben erfolgt mit einer kleinen Zange und ist nicht schmerzhaft, die Grösse der Gewebeprobe beträgt 0.5 cm im Durchmesser.
Wann wird Reflux zur Krankheit? Reflux wird zur Krankheit wenn:
- Beschwerden vorliegen (Sodbrennen, Husten, Halsschmerzen etc.)
- ein Krebsrisiko besteht (Barrett Ösophagus).
Druck- & Säuremessung - Druckmessung der Speiseröhre (Manometrie): Mittels einer über die Nase in die Speiseröhre eingeführten Sonde wird die Funktion des Schliessmuskels gemessen. Die Untersuchung wird ambulant durchgeführt und dauert 20 min.
Säuremessung (pH Monitoring): Mittels einer über die Nase in die Speiseröhre eingeführten Sonde wird die Säureexposition gemessen (=Hinweis für Reflux). Die Untersuchung wird ambulant durchgeführt und dauert 23-24 Stunden. Vor der Messung muss man die Einnahme von Säurehemmern (PPI) 10 Tage pausieren.
Kann die PPI-Therapie wegen starker Beschwerden nicht pausiert werden, wird eine sog. Impedanz-pH-Metrie durchgeführt (bei dieser Untersuchung wird Reflux unabhängig vom Säurewert erfasst).
Röntgen Kontrastmittel-Schluck-Röntgen: Bei dieser Untersuchung trinken Sie ein Kontrastmittel. Die Untersuchung verfolgt den Transport des Kontrastmittels durch die Speiseröhre in den Magen. Damit werden Störungen der Wegsamkeit, Geometrie und Funktion in der Speiseröhre bzw. am Übergang Speiseröhre zum Magen nachgewiesen wie Zwerchfellbruch, Ausstülpung der Speiseröhrenwand (Divertikel), entzündungsbedingte Engstelle. Bei Schluckstörung (=Steckenbleiben von Gegessenem in der Speiseröhre) empfehlen wir vor einer Endoskopie ein Kontrastmittel-Röntgen, um Lage und Ausdehnung der Engstelle zu erfassen.